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veröffentlicht im Schwarzwälder Boten
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Polizeidirektion Rottweil hat uns mit dem in Anlage beigefügten Schreiben darauf aufmerksam gemacht, dass in den vergangenen Jahren und aktuell ein vermutlich pädophil veranlagter Mann
wiederholt versucht hat, insbesondere über soziale Netzwerke (Facebook) Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufzunehmen. Er hat sich dabei als Jürgen Klopp, in einem anderen Fall als ehem.
Fußballprofi von Rapid Wien ausgegeben.
Bitte weisen Sie Ihre Junioren-Trainer, die Spieler Ihrer Junioren-Mannschaften und ggf. deren Eltern auf diese Gefahr hin.
Soweit Ihnen entsprechende Fälle bekannt sind oder bekannt werden, so nehmen Sie bitte Kontakt mit der Polizeidirektion Rottweil oder der für Sie vor Ort zuständigen Polizeidienststelle
auf.
Mit freundlichen Grüßen
Frank Thumm
Abteilungsleiter
Rechtsabteilung
Obfrau Andrea Fischer von der SR Gruppe Freudenstadt im Interview mit der Südwest Presse
Freudenstadts Fußballschiedsrichter-Obfrau Andrea Fischer über ihre Amtszeit
Sie war und ist die bisher einzige Frau im Württembergischen Fußballverband (WFV), die eine der 41 Fußball-Schiedsrichtergruppen führt. Im Januar stellt sich Andrea Fischer in ihrer
Gruppe Freudenstadt zur Wiederwahl. Im Interview mit der SÜDWEST PRESSE spricht die 51-jährige Dornstetterin über ihre Gründe hierfür, ihren Vorgänger und weshalb sie gegen einen Zusammenschluss
mit der Gruppe Horb ist.
Fußballschiedsrichter-Obfrau
Andrea Fischer: "Ich bin keine, die sich gerne reden hört." Archivbild: wib
SÜDWEST PRESSE: Frau Fischer, vor zwei Monaten haben Sie noch gesagt, eventuell nicht mehr als Obfrau zu kandidieren, auch aus beruflichen Gründen – jetzt stellen Sie sich doch zur
Wiederwahl.
ANDREA FISCHER: Ja. Zum einen, weil wir ohne einen Kandidaten Gefahr liefen, sonst mit der Gruppe Horb zusammengehen zu müssen. Dazu haben sich vier Schiedsrichter, die schon lange dabei
sind, erklärt, im Ausschuss mitzuarbeiten, was mich in meiner Arbeit entlastet. Aber der Hauptgrund waren die Jungschiedsrichter.
Weshalb?
Die, die in Beobachtung sind, und die ganz jungen wollten unbedingt, dass ich weitermache – das hätte ich nie gedacht! Die sind auch ständig gekommen, haben gesagt, „was machen wir auch
ohne dich?“ Das hat mein Ego schon ein bisschen gestreichelt. Bei der Schulung am Freitag habe ich nochmal in die Runde von 65 Leuten gefragt – und da hat sich wieder keiner gemeldet. Da hab’ ich
dann gesagt: Gut, ich erkläre mich bereit zur Wiederwahl!
Sie nannten zuvor aber auch berufliche Gründe, weshalb Sie ursprünglich nicht mehr kandidieren wollten.
Das Problem ist halt, dass ich die Termine, die man als Obmann hat – Staffeltage, am Wochenende nach Wangen zum Seminar – nicht immer einhalten kann, weil ich alle 14 Tage im Pflegedienst
tätig bin. Das war halt für mich eine Schwierigkeit. Jetzt habe ich aber mit dem Obersten vom Verbandsschiedsrichter-Ausschuss gesprochen, der hat mir gesagt, dass da auch jemand anders kommen
kann. Und die Anderen, die sich jetzt bereit erklärt haben, haben gesagt, dass sie dann diese Termine wahrnehmen können.
Warum wehren Sie sich gegen einen Zusammenschluss mit der Gruppe Horb?
Um Gottes Willen! Erstens wollten das die Horber nicht. Zweitens wären wir da nie auf Augenhöhe. Das kann noch so gut sein: Horb würde da immer bevorzugt werden.
Sie haben dieses Jahr erneut einen Neulingskurs organisiert, dabei 18 neue Schiedsrichter bekommen. Auch ein Grund für Sie, weitermachen zu wollen?
Ja, klar! Das muss man sagen: Damals, als ich das Amt übernommen habe, hatte ich gesagt, die Jugend sei für mich maßgebend. Dem sind wir auch gerecht geworden: Wir hatten drei
Neulingskurse, und von diesen sind maximal sechs Neulinge abgesprungen in diesen drei Jahren – bei anderen Gruppen sind in einem Kurs schon sechs abgesprungen. Das zeigt ja auch, wie sehr wir uns
um die kümmern.
Wenn darunter aber viele Trainer sind, die den Kurs für ihren Trainerschein benötigen, hat die Gruppe aber auch nicht viel davon.
Zwei Trainer waren dabei, alles andere waren Schiedsrichter für uns. Wir haben also 16 davon fest im Kader.
Sehen Sie Ihre Gruppe jetzt als gut aufgestellt?
Es fehlen immer noch Schiedsrichter in dem Alter zwischen 20 und 40 – das ist aber in jeder Gruppe so; wir haben viele junge und viele alte. Aber dazwischen fehlen uns einige. Deshalb
habe ich ja auch zwei Schiedsrichter schon mit 16 Jahren zur Beobachtung gemeldet, da haben mich auch schon fast alle niedergemacht – wobei mir das im Nachhinein recht gegeben hat, da alle
hervorragend abgeschnitten haben. Es heißt ja immer, die Schiedsrichter sollen jung sein, sie sollen mit 22 schon Zweite Bundesliga pfeifen – dann muss ich sie ja mit 16 schon da
reinschmeißen.
Als Sie das Amt vor zwei Jahren übernommen haben, sprachen Sie davon, erst einmal Ruhe in die Gruppe bekommen zu wollen, nachdem Ihr Vorgänger Walter Asprion nach nur wenigen Wochen
zurückgetreten war. Ist Ihnen das gelungen?
Ja, nach vier bis fünf Monaten war das gegessen. Da war absolute Ruhe. Das sieht man schon bei den Schulungen, wenn ich da vorne gestanden bin: Ich bin keine, die sich gerne reden hört.
Manche Obmänner quatschen da zwei Stunden und haben erst nichts rübergebracht. Ich hab’ das kurz und sachlich gemacht und mal zwischendurch einen Witz eingeflochten. Herr Asprion hatte uns ja nur
durch den Dreck gezogen. Aber er ist mittlerweile wohl auch geläutert: Er kommt wieder zu den Schulungen, hält sich da bedeckt, grüßt – und geht wieder.
Der Umgang mit ihm hat sich also normalisiert?
Auf jeden Fall!
Sie waren und sind die erste und einzige Ob-Frau im WFV. Macht sich das bemerkbar bei der Arbeit in einer „Männerdomäne“?
Man merkt es halt vor allem, wenn ich es mit anderen Gruppen zu tun habe. Die haben manchmal schon ein Problem, dass da jetzt eine Frau am Ruder ist. Aber wenn ich nachher durch Leistung
überzeuge, sagen sie auch wie jüngst bei einer Tagung: „Ach, das hast du ja gut hingebracht!“ Ich bin da eher skeptisch, was meine Leistungen betrifft.
Anderes Thema: Den Bezirks-Schiedsrichterobmann stellt derzeit die Gruppe Horb mit Frank Hinterlang. Hat Ihre Gruppe Ambitionen, diesen zu stellen?
Im Regelfall ist es so, dass wir nächstes Jahr dran sind, weil das alle drei Jahre wechselt. Wobei ich mit Herrn Hinterlang schon gesprochen habe und gesagt, das mache ich nicht auch
noch! Er soll das jetzt nochmals drei Jahre übernehmen, und in drei Jahren sprechen wir wieder darüber.
Schiedsrichtermangel bei der Gruppe Freudenstadt
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Ergänzung des SR Ausschusses
Nach dem Ausscheiden von Julian Lacher, ist unser Ausschuss wieder komplett. Neu hinzu kommt Helmut Stichler aus Pfalzgrafenweiler, der für die SR Erhaltung und Gewinnung zuständig ist.
Nachwuchslehrgang in Ruit
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Teilnehmer der Schiedsrichter Gruppe Freudenstadt: Hans Knerr (Leitung) Sebastian Teufel, Julian Schulz, Alexander Gert
Vom 17.07.2009 bis zum 19.07.2009 befanden 3 Junge SR und ich uns auf einem Nachwuchslehrgang in Ruit.
Karl Fischer (SRG Saulgau), der den Lehrgang als Gesamtlehrgangsleiter geleitet hatte und die Lehrwarte für das Wochenende Reiner Wenk und Leonardo Mimmo, hatten ein super Lehrprogramm erarbeitet.
Am Freitag wurde ein Regeltest geschrieben und bei einem Kennenlernspiel haben wir uns alle vorgestellt.
Am Samstagvormittag hatten wir eine praktische Außenschulung und eine Assistentenschulung. Nachmittags hatten wir eine Videoanalyse gemacht und ein paar Szenen aus der Bundesliga wurden besprochen. Danach hatten wir in Gruppenarbeit verschiedene Szenen, die wir auf Folien bekamen als Spielberichte abgefasst und einer von jeder Gruppe trug das erarbeitete dann vor. Anschließend wurde besprochen, was alles richtig oder falsch war. Nach dem Abendessen fand ein tolles Fußballturnier, bei dem es nur Gewinner gab, in der Fussballhalle statt. Das war ein gelungener Abschluss des Tages.
Der Sonntag begann schon vor dem Frühstück mit einem kleinen Morgenlauf. Danach haben wir nochmals den Regeltest vom Freitag wiederholt, siehe da, es hatten viele was gelernt und mitgenommen aus diesen Tagen. Einen interessanten Vortrag hatten wir auch von Nikolaus Wettenmann über das Beobachtungswesen gehört.
Danach erfolgte die Verabschiedung und nach dem Mittagessen traten wir wieder die Heimreise an.
Mein Fazit: Das Wochenende war ein voller Erfolg.
Unsere erste Sitzung
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Unsere Obfrau beim Staffeltag
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Vorschau
Schiedsrichtergruppe Freudenstadt